Gut vermittelt! Von „Gut vermittelt!“ zu „Gut angekommen!“

Der Migrationsrat Berlin Brandenburg e.V. bietet in einer DVD-Dokumentation namens „gut angekommen“ die Ergebnisse zweier Projekte zum Thema Übergang Schule Beruf. Zwei Jahren hat der Verein junge Schulabbrecher_innen of Color auf den Weg in Ausbildung/Arbeit/Schule/Qualifizierung begleitet. Ausgangspunkt dieser Dokumentation ist einerseits die Beratung dieser Jugendlichen mit  Migrationshintergrund im Übergang Schule Beruf, andererseits die Reflexion von der Arbeit von Beratenden in diesem Bereich.

Gut ankommen können Jugendliche nur, wenn den Berater_innen Raum für die Reflexion der eigenen Praxis und Intervision gegeben ist.

Der MRBB vernetze in diesem Zeitraum Jugendhilfe- und Bildungsträgern, bat ein Forum zur Reflexion an und lenkte auf die strukturellen Herausforderungen in der Einwanderungsgesellschaft und auf eine Revision der Qualitätsstandards in der Beratungspraxis.
In einer Abschlussveranstaltung (02/2011), die aus der Kooperation und den Ideen der vertretenen Träger entstand, wurden die Konzepte und Erprobungen mit Empowerment und Diversity erörtert.
Die Jugendlichen transportierten ihre Rassismuserfahrungen in eine, die hier im Zusammenhang mit Interviews mit ihnen und mit Berater_innen das Thema „Beratungspraxen in und für die Einwanderungsgesellschaft

Empowerment und Diversity – eine methodische Auseinandersetzung in der Beratung im Übergang Schule Beruf“ aus ihrer Perspektive darlegt.
Übergänge und Umbrüche stellt Wege dar, thematisiert Zugänge, Umbrüche durch strukturelle Diskriminierung und Handlungsstrategien in der Einwanderungsgesellschaft.

Diese DVD ist nur für nicht kommerzielle Zwecke. Öffentliche Ausführungen und Ausstrahlungen sind nach Absprache möglich. Alle Rechte vorbehalten.

Kontaktdaten (siehe Projektbeschreibung unten)

 Dokumentation der Abschlußveranstaltung in Februar 2011

Das Projekt "gut angekommen" ist seit März 2011 abgeschlossen.

Mit dem Projekt Gut vermittelt! erhöht der Migrationsrat Berlin-Brandenburg effektiv die Partizipation von jungen Menschen mit Migrationshintergrund am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Angesprochen werden Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren, die keinen Schulabschluss aufweisen können und keine Leistungen von der Arbeitsagentur beziehen.

Um vorhandene Ressourcen effizienter ausschöpfen zu können, kooperiert das Projekt mit Mitgliedsorganisationen des MRBB, Jugendeinrichtungen, Schulen und weiteren Partnern (siehe rechts). Die Umsetzung des Projekts findet auf vier Ebenen statt:

Vermittlung von Praktikums- und Bildungsangeboten

Wir bereiten die Jugendlichen auf die akquirierten Praktikums- und Bildungsangebote intensiv vor. Gruppenarbeiten unter Anleitung von Fachkräften dienen der Stärkung von Kompetenzen. Die Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein, Verantwortung zu übernehmen und auf Verbindlichkeiten einzugehen, sind uns dabei besonders wichtig.

Begleitung und Betreuung während des Praktikums

Auch nach Antritt des Praktikums geben wir den Jugendlichen eine strukturierte Hilfestellung, um auf Basis ihrer persönlichen Fähigkeiten und Interessen eine realistische Berufswahl treffen zu können.

Ressourceneinsatz

Der Migrationsrat Berlin-Brandenburg kann auf die Kompetenzen zahlreicher verschiedener "Migrant/innen" - Selbstorganisationen und -Unternehmen zurückgreifen und diese bündeln. Wir bemühen uns, diese Ressourcen effizient für die Schaffung, Sicherung und Vermittlung von Praktikumsplätzen und Bildungsangeboten an junge Menschen mit Migrationshintergrund zu nutzen, um deren Partizipation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Gleichzeitig sollen "Migrant/innen" - Selbstorganisationen gestärkt werden, damit sie den Jugendlichen in ihrem Bemühen um Partizipation als aktive Partner und Vorbilder insbesondere in den Bereichen Bildung und Erwerbsarbeit zur Verfügung stehen.

Individuelles und strukturelles Empowerment

Wir unterstützen die Jugendlichen mithilfe professioneller Trainer/innen dabei, Selbstermächtigungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Es wird Ihnen dabei geholfen, ihre Ressourcen und Potentiale zu erkennen und so anzuwenden, dass sie trotz rassistischer und anderer diskriminierender Strukturen selbstbewusst ihre Ziele verfolgen und konstruktiv als aktiver Teil in dieser Gesellschaft leben und mitwirken können.

Die Durchführung des Projekts Gut vermittelt! wird von der Robert Bosch Stiftung ermöglicht.

Kontakt

Frau Elena Brandalise
Geschäftskoordination

Tel.: 030/61-65-87-55
Fax: 030/61-65-87-56
e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Bürozeiten: Mo–Fr, 9–16 Uhr

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Von „Gut vermittelt!“ zu „Gut angekommen!“

Das von der Bosch-Stiftung geförderter Projekt „Gut vermittelt“ endete erfolgreich im Dezember 2009 mit einem großen Highlight. Am 10. Dezember 2009 haben wir eine Fachtagung zum Thema: „Übergang Schule Beruf“ organisiert, welche durch viele Mitarbeiter/innen freier Träger in der Jugendberufshilfe großen Andrang erfuhr.

Nach 12 Monaten intensiver Begleitung von 20 jungen Menschen ohne Abschluss in unserem Projekt, hat sich gegen Ende Jahres 2009 weiterer dringender Bedarf gezeigt. Wir haben einen Folgeantrag zur Fortsetzung unserer Arbeit gestellt, welcher im Mai 2010 durch die Bosch-Stiftung bewilligt wurde.

Fortsetzung unserer Arbeit

Unser Folgeprojekt „Gut angekommen!“ wird von der Bosch-Stiftung für weitere 10 Monate bis März 2011 gefördert.

Es gibt zwei Hauptbereiche:

  1. Weiterbegleitung der verbliebenen Teilnehmer/innen (8) in die Ausbildung und/oder zu einem Schulabschluss oder in eine Arbeit
  2. Vernetzung und Bildung einer Steuerungsgruppe zur gegenseitigen Unterstützung und Verbesserung der Vermittlungschancen sowie zur interkulturellen Öffnung der Träger der Jugendhilfe.

Ziele des Projekts „Gut angekommen!“

Zu Ziel 1:

  • Bildungssituation der TN verbessern: Sanftes Ankommen der jungen Menschen in ihre Übergänge, z.B. Schule, Ausbildung und andere Maßnahmen, damit eine weitere Begleitung der jungen Menschen ins Beruf- oder Schulleben gewährleistet werden kann
  • Die TN stehen sicher in ihren Maßnahmen, Ausbildungen oder Schulbesuchen.
  • Verbesserung der Kontakte und Kommunikation zu AA, Jobcenter und weitere staatliche Einrichtungen für eine bessere Vermittlung der jungen Menschen

Zu Ziel 2:

  • Anknüpfen an die Ergebnisse und Ziele des Fachgespräches vom 10.12.2009
  • Gründung von Arbeitsgruppen, welche sich in regelmäßigen Abständen sich treffen und gemeinsam einen Tool-Kit erstellen
  • Verstärkte Vernetzungs- und Kooperationsarbeit mit interessierten Einrichtungen aus der Jugendberufshilfe
  • Sensibilisierung von Mitarbeiter/innen in der Jugendberufshilfearbeit über die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Verbindliche Kooperationen zwischen MSO und staatlichen Einrichtungen oder freien Trägern.
  • Für den Austausch zwischen den jeweiligen Einrichtungen finden vier Treffen in AG´s in den Räumlichkeiten des MRBB statt. Diese Treffen werden moderiert, um die Ergebnisse und Entwicklungsprozesse sicher zu stellen. Die Inhalte und die Vorgehensweise sollen gemeinsam bestimmt und erörtert werden. Gemeinsam soll auch eine Folgeveranstaltung im Jahr 2011 geplant und veranstaltet werden.

Kontakt

Herr Abdurtrahim Dottermusch (Trainer)

Tel.: 030/61-65-87-55
Fax: 030/61-65-87-56
e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Bürozeiten: Mo–Fr, 9–14 Uhr

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